Arbeiten mit Vault Artikeln

In Vault Professional kann mit Artikeln gearbeitet werden. Aber was macht einen Artikel in Vault eigentlich aus? Der Artikel als das Verwaltungsobjekt, des produzierenden Unternehmens, beinhaltet die gesamte Dokumentation zu einem Produkt. Das kann ein CAD Modell mit einer oder mehrerer Zeichnungen sein oder aber auch eine Stückliste die die Zusammenstellung einer Baugruppe aus anderen Artikeln darstellt. Der Vault Artikel ist aufgrund seiner Herkunft ein Konstruktionsartikel. Das bedeutet das die auf die Konstruktion folgenden Prozesse anderer Abteilungen zwar mit den Daten arbeiten, diese aber keineswegs den Anspruch haben für z.B. die Arbeitsvorbereitung oder den Einkauf vollständig zu sein. Die weiteren Abteilungen werden also nicht Ihrer Verantwortung enthoben, sondern bekommen lediglich die Daten welche bereits während einer Konstruktion oder der Produktentwicklung entstehen, in Form von Dokumenten und ggf. einer Konstruktionsstückliste bereitgestellt. Somit sollte im Idealfall ein Artikel innerhalb Vault nur die Daten erhalten, welche auch in der Konstruktion entstehen, bzw. während der Konstruktion relevant sind.

Um ein Beispiel zu nennen, stellen wir uns einen Lieferanten für ein Blech vor. während der Konstruktion ist der Lieferant dem Entwickler sicherlich noch nicht bekannt, denn diese Information wird durch den Einkauf erst nach der Konstruktion festgelegt. Der Einkauf benötigt für Preisanfragen dieses Bleches jedoch bereits eine Konstruktion, bzw. ein Zeichnungsdokument. Kommunikationsobjekt ist hier der Vault Artikel. Anders kann die Situation jedoch beim Hersteller sein. Der Konstrukteur kann u.U. den Hersteller aus Qualitätsgründen selbst festlegen. Bei welchem Lieferanten der Artikel des Herstellers dann letztlich bestellt wird liegt wieder in der Verantwortung des Einkaufes.

Die Aufbereitung der Stammdaten, also der zu verwendenden Artikel in einem produzierenden Unternehmen ist ein zentraler Aspekt in der Vorbereitung für ein Produkt-Datenmanagement System wie Autodesk Vault. Hier sollte auch über den Tellerrand der Konstruktion hinaus geschaut werden um die Ergebnisse an die Erwartungen von Folgeprozessen anzunähern. In den meisten Fällen werden die Artikeldaten aus Vault an ein ERP System übergeben, in dem dann die Folgeprozesse stattfinden. (Einkauf, Logistik, uvm.) Somit wird in unserem Beispiel oben, der Einkauf seinen Lieferanten im ERP System hinterlegen.

Wir stellen uns eine globale Konstruktionsabteilung mit verschiedenen ERP  Systemen aus verschiedenen Kontinenten vor. z.B. Deutschland und USA. Welcher Artikel ist hier führend? Der aus der Konstruktion oder der aus dem ERP? Aus Sicht der Konstruktion ändert sich an dem Artikel nichts, sondern lediglich der Beschaffungs-, Fertigungs- oder Zertifizierungsprozess. Also ist in diesem Beispiel der Konstuktionsartikel aus Vault quasi Führend, bzw. stellt die Grundinformation für die Globalen Folgeprozesse dar.

Zusammenfassend liegt der Vault Artikel also in der Verantwortung des Konstrukteurs oder Entwicklers der entsprechenden Komponente. Der Artikel trägt alle Konstruktionsrelevanten Informationen, die für alle Folgeprozesse notwendig sind. Das PDM und die darin enthaltenen Artikel stellen somit das Herzstück einer jeden produzierenden Firma dar.

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